„Wenn die Seele streikt, will sie uns etwas mitteilen“

 

Psychotherapeutische Behandlung von depressiven Reaktionen bzw. Anpassungsstörungen

Manchmal findet man sich in außergewöhnlichen Situationen wieder, die überdurchschnittlich belasten, die Seele kränkeln lassen und deren Verarbeitung erschwert, langwierig oder sogar blockiert ist. Vielleicht konnte man vorherige Belastungen immer gut bewältigen, aber dieses letzte herausfordernde Erlebnis bringt das „Fass zum Überlaufen“ und unsere bisherige Stabilität ins Schwanken. Dann fehlen die notwendigen Bewältigungsstrategien oder ein unterstützendes Umfeld, um die belastende Situation entsprechend verarbeiten zu können.

Überdurchschnittlich belastende Ereignisse sind beispielsweise:

  • (Chronische) berufliche oder familiäre Konflikte
  • Verlust eines Angehörigen
  • Trennung oder Scheidung
  • Unfälle
  • Verlust des Arbeitsplatzes
  • finanzielle oder rechtliche Probleme
  • körperliche Erkrankungen

Darunter können dann unsere sozialen Kontakte leiden, wenn wir uns zurückziehen, weil uns alles zuviel ist. Darunter kann auch unsere Leistung und Motivation im Beruf wie im privaten Alltag leiden, weil wir den gängigen Aufgaben plötzlich nicht mehr gewachsen sind. Unsere Seele streikt und ohne sie kann auch unser Körper nicht richtig funktionieren – bis hin zum Burnout. Manchmal antwortet er sogar auf die seelische Belastung durch Symptombildung. Generell äußert sich eine Anpassungsstörung bzw. depressive Reaktion auf ganz unterschiedliche, vielfältige Weise.

Symptome können beispielsweise sein

  • depressive Verstimmung
  • innere Unruhe
  • Ängste und/oder übermäßige Sorgen
  • sozialer Rückzug
  • Überforderung
  • Konzentrationsschwierigkeit
  • Grübeln
  • Aggressivität
  • Freudlosigkeit
  • Gefühl der Leere
  • und weitere

Die Art und Dauer einer Anpassungsstörung wird dabei unterschieden in

  • kurze depressive Reaktionen
  • verlängerte depressive Reaktionen (bis zu 2 Jahren)
  • Angst und depressive Reaktion gemischt
  • Anpassungsstörungen mit vorwiegender Störung anderer Gefühle
  • Anpassungsstörungen mit vorwiegender Störung des Sozialverhaltens
  • und weiteren

 

Wo ist die Grenze zwischen einer normalen und einer krankhaften Reaktion?

Starke Emotionen wie beispielsweise Trauer, Wut und Hilflosigkeit sind in einer belastenden Situation eine völlig normale Reaktion. Eine normale Reaktion unterscheidet sich von einer krankhaften Reaktion, wenn der/die Betroffene noch ein der Situation angemessenes Verhalten im Alltag beibehalten kann und nicht ein Großteil der Lebensbereiche unter der Belastung leiden (wie bspw. starke Leistungsminderung im Beruf, Rückzug, private Aufgaben wie Haushalt, Organistaion können nicht mehr durchgeführt werden etc.).

Ob es sich in dem individuellen Fall um eine Anpassungsstörung handelt, können wir in einem Gespräch klären und ich kann ihnen dementsprechend Therapie- oder Beratungsmöglichkeiten aufzeigen.

 

Behandlungsmethoden

In der Behandlung von Anpassungsstörungen nutze ich verhaltenstherapeutische Ansätze, hypnotherapeutische und Entspannungsverfahren sowie die klientenzentrierte Gesprächsführung nach Rogers. Nachdem sie mir in einem Gespräch ihre Situation und Befinden dargestellt haben, kann ich darauf aufbauend in Abstimmung mit ihnen einen individuellen Therapieplan erstellen.

Wenn sie Fragen zu der Behandlung von Anpassungsstörungen haben, freue ich mich auf ihre Kontaktaufnahme.

 

 

„Das Wort Seele hat ja seinem Ursprung nach mit »See« zu tun,
es steht für Tiefe des Menschen, für das Unergründliche,
das Geheimnisvolle in ihm, für seine innere Welt.“
(Anselm Grün)