08 Dez

Gedanken zum zweiten Advent

Was wäre Weihnachten ohne einen geschmückten Tannenbaum?

Eigentlich müsste ich diese Frage bereits für den Adventskranz stellen, denn auch schon ohne diesen würde mir in der Vorweihnachtszeit etwas fehlen. Das Grün der Zweige, gepaart mit dem tiefen Rot der Kerzen und der leuchtend goldene Kerzenschein bringen Ruhe und Besinnlichkeit in das Haus und das Gemüt, während es draußen trüb und dämmrig ist und sich die Natur in ihren Winterschlaf zurückgezogen hat. Es ist nicht nur die Einstimmung auf unser größtes Fest im Christentum, es ist auch eine Zeit, in der wir verstärkt in uns gehen, das bald endende Jahr reflektieren und uns mehr denn je nach Verbundenheit sehnen.

Unsere weihnachtliche Tradition ist sehr alt und geht auf heidnische Brauchtümer zurück. Kurz vor Weihnachten wird der Weihnachtsbaum aufgestellt und reichlich geschmückt. Heute finden farbige Kugeln, Lichter und glänzender Schmuck einen Platz an ihm, früher verzierten ihn die Menschen mit nahrhaften Lebensmitteln wie Gebäck, Früchten und anderen Süßigkeiten. Ganz ursprünglich wurden bloße Tannenzweige in die Häuser gehängt,  zum Schutz gegen böse Geister, denn die immergrüne Tanne steht seit jeher für Fruchtbarkeit, Wachstum und Leben. Die Kerzen kamen erst später hinzu, denn auch das Entzünden von Kerzen zu bestimmten Anlässen ist ein alter Brauchtum und im Christentum steht das Licht u.a. für den Beginn neuen Lebens. Und so erinnern uns Adventskranz und Weihnachtsbaum in dieser dunklen Jahreszeit an den fortwährenden Zyklus des Lebens, an Hoffnung, Dankbarkeit und Demut.

Einen besinnlichen 2. Advent ♥